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Emissionshandel: EEX fhrt 500. deutsche Versteigerung von Emissionsberechtigungen durch

Seit dem 5. Januar 2010 wurden an der EEX ber 900 Millionen Emissionsberechtigungen im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland versteigert. Dabei wurden inklusive der heutigen 500. Auktion Erlse im Gesamtumfang von rund 6 Milliarden Euro erzielt. Diese Mittel wurden fast vollstndig zur Finanzierung nationaler und internationaler Klimaschutzmanahmen verwendet.

Die deutliche Ausweitung der Versteigerung von Emissionsberechtigungen anstelle der weitgehend kostenlosen Zuteilung ist einer der zentralen Fortschritte, die mit der laufenden dritten Handelsperiode Einzug in den Europischen Emissionshandel (EU-ETS) gehalten haben. Die Zuteilung ber Auktionen entspricht konsequent dem Verursacher-Prinzip und setzt damit die grten Anreize fr Klimaschutzmanahmen in den Unternehmen. Durch die Nutzung bestehender Infrastrukturen ist das Auktionsverfahren zudem mit sehr geringen Kosten fr alle beteiligten Akteure verbunden, sagt Dr. Michael Angrick, Leiter der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA). Das UBA ist in Deutschland die zustndige Behrde fr die Umsetzung des EU-ETS und damit auch fr die Steuerung der deutschen Auktionen verantwortlich.

Die Durchfhrung der Versteigerungen an transparenten brslichen Marktpltzen wie der EEX garantiert die Gleichbehandlung aller Teilnehmer. Heute werden nahezu 90 Prozent des europaweiten Auktionsvolumens ber die EEX abgewickelt. Ein wesentlicher Garant fr die erfolgreiche Umsetzung der Versteigerungen ist dabei die professionelle Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure auf nationaler wie auch auf europischer Ebene, unterstreicht Peter Reitz, Vorstandsvorsitzender der European Energy Exchange (EEX) mit Hauptsitz in Leipzig. Die EEX wurde in Folge von ffentlichen Ausschreibungsverfahren als deutsche Auktionsplattform ausgewhlt und fhrt die Versteigerungen mittlerweile seit fast acht Jahren durch.

Die Erwartungen an das Auktionsverfahren wurden bislang voll erfllt. Die Versteigerungsergebnisse spiegelten die Entwicklung des Gesamtmarktes seit 2010 vollstndig wider: Im Vergleich zum Sekundrmarkt lagen die Preisunterschiede zu den Primrmarktauktionen weitgehend im Zehntelprozent-Bereich.

Fr Deutschland hat es sich bewhrt, mit der Durchfhrung regelmiger Versteigerungen von Emissionsberechtigungen bereits in der zweiten Handelsperiode zu beginnen. Denn so konnten wichtige Erfahrungen fr die dritte Handelsperiode gewonnen werden. Bis auf wenige Ausnahmen finden sich heute alle wichtigen Designelemente des damaligen deutschen Versteigerungsverfahrens im harmonisierten Europischen Rahmen der EU-Auktionsverordnung wieder.

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