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Verbraucher-Studie zur Zukunft der Energie: Kunden vertrauen Energieversorgern, aber jeder Zweite befrchtet einen Blackout

Die Kunden haben groes Vertrauen zu ihren Energieversorgern. Dies ist ein zentrales Ergebnis der aktuellen Studie "Die Zukunft der Energie: Was Verbraucher wirklich wollen" der Unternehmensberatung AXXCON, fr die 1.000 Verbraucher zu ihren Wnschen befragt wurden.

So wren drei Viertel der deutschen Stromkunden bereit, ihre persnlichen Verbrauchsdaten zur Erfassung eines Nutzerprofils zur Verfgung zu stellen, wenn sie dadurch im Gegenzug Kosten sparen knnen. Insgesamt stehen sie ihrem Versorger positiv gegenber. 91 Prozent antworteten bei dem Punkt "Er bietet mir, was ich brauche" mindestens mit "eher". Bei "wrde ich weiterempfehlen" taten dies 87 Prozent. "Das ist ein sehr deutliches Ergebnis und eine hervorragende Grundlage dafr, den Kunden neue Produkte und Dienstleistungen anzubieten", erklrt Dirk Stieler, Partner und Energieexperte bei AXXCON. Denn auf dem bestehenden, in Deutschland reibungslos funktionierenden Angebot der Strom- und Gasversorgung ausruhen, sollten sich die Unternehmen lieber nicht. Stieler: "Die Vernderungen des Marktes erfordern neue Geschftsmodelle und die Kunden sind dafr auch aufgeschlossen."

Je grer der Haushalt ist, desto hher ist auch die Bereitschaft, fr intelligente Stromtarife und Einsparungen detaillierte Nutzerprofile erstellen zu lassen. Mehr als drei Viertel der Stromkunden wrden laut der Studie auch selbst ihr Verbrauchsverhalten anpassen, wenn es zu unterschiedlichen Zeiten unterschiedliche Tarife geben wrde. "Zu erwarten ist, dass sich die Mglichkeiten der individuellen Tarifgestaltung mit der Etablierung von Smart Homes deutlich erweitern. Denn bei diesem Konzept lassen sich die elektrischen Gerte automatisch oder von unterwegs aus steuern", so Stieler. Auch auf dem Gebiet des intelligenten Zuhauses sehen die Kunden ihren Energieversorger als potenziellen Anbieter und wrden ihm sogar besonders kritische Bereiche anvertrauen. So knnen sich 57 Prozent der Befragten vorstellen, Sicherheitsdienstleistungen bei seinem Energieversorger zu beauftragen. 74 Prozent wrden - unabhngig vom aktuellen Bedarf - in Betracht ziehen, einen Notfallrufknopf fr Senioren von ihrem Energieversorger in Anspruch zu nehmen.

Bei aller Euphorie ber die Digitalisierung und den zweifelsfrei wachsenden Markt der Smart Homes drfen jedoch die kritischen Punkte nicht vergessen werden. So frchten sich ber 60 Prozent der Befragten vor einem Blackout durch Hacker-Angriffe. "Diese Angst ist so gro wie nie zuvor. Den Verbrauchern ist bewusst, dass mit der fortschreitenden Digitalisierung und den gewnschten smarten Lsungen auch die Angriffsmglichkeiten zunehmen", erklrt Torsten Beyer, ebenfalls Partner und Energieexperte bei AXXCON. "Die groe Herausforderung ist es, die riesigen Datenmengen sicher zu verwalten."

Nicht zuletzt deshalb sollten Energieversorger das von der Bundesregierung erlassende IT-Sicherheitsgesetz sehr ernst nehmen und zum Beispiel die entsprechenden Zertifizierungen auch an ihre bestehenden und potenziellen Kunden kommunizieren. "Insgesamt ist die erhhte Datensicherheit eine wichtige Voraussetzung fr die Digitalisierung", mahnt Beyer. Neben den Kundendaten betreffe dies auch die zuverlssige Versorgung mit Sonnen- und Windenergie, die in Zukunft ber sogenannte Smart Grids - also intelligente Netze - erfolgen soll. Auch in diesem Punkt machen sich die Verbraucher bereits Gedanken: Fast jeder zweite frchtet laut der Studie Versorgungsengpsse bei der Nutzung der erneuerbaren Energien. Beyer: "Gelingt die zuverlssige Belieferung nicht oder machen Hackerangriffe Schlagzeilen, geht das wertvolle Vertrauen der Verbraucher auch ganz schnell wieder verloren."

Fr die Studie "Die Zukunft der Energie: Was die Verbraucher wirklich wollen" der Unternehmensberatung AXXCON wurden 1.000 Verbraucher ab 18 Jahre online befragt. Durchgefhrt wurde die Umfrage im Februar 2017.

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